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2013-11-25 Presse: Handball "Legenden"


Handball-Legenden und rund 300 Fans hatten in Rade ihren Spaß

Es war wie beim ersten Klassentreffen nach vielen Jahren. Beim einen oder anderen musste man zweimal hinschauen, andere hatten sich auch nach einer gefühlten Ewigkeit kaum verändert. Und das nicht nur bezüglich ihrer äußerlichen Erscheinung, sondern auch aus sportlicher Sicht.

Helmut Menzel könnte noch in der Oberliga auflaufen

Beim Aufeinandertreffen des Traditionsteams des TV Herbeck und der Lenneper Handball-Legenden, das die Gäste am Samstagabend in Radevormwald mit 30:23 (15:13) gewannen, staunten viele unter den mehr als 300 Fans auf der Tribüne nicht schlecht, was die "Alten Herren" zum Teil noch drauf hatten.

Wie zum Beispiel Helmut Menzel, der locker noch in der Oberliga auflaufen könnte. "Es hat aber auch großen Spaß mit den Jungs gemacht. Und endlich war ich auch einmal nicht der Jüngste", so Menzel, der bei der SG Langenfeld noch in der zweiten Mannschaft in der Landesliga spielt und erfolgreichster Torschütze bei den Lennepern war.

Das war bei den Herbeckern Carsten "Toto" Burghoff, der darüber aber sehr erstaunt war. "Ich habe seit neun Jahren keinen Ball mehr in der Hand gehabt. Aber das war riesig hier. Auch weil so viele Zuschauer dabei waren. Unfassbar!"

Ladehemmungen hatten derweil zwei frühere Torschützen vom Dienst. Dirk Meier, der mittlerweile in Bayern lebt, war auf Kurzbesuch in der Bergstadt und konnte sich zwei Minuten vor dem Ende wenigstens über einen Treffer freuen. "Ich spiele mittlerweile nur noch Federball. Und mit dem Harz bin ich auch nicht klar gekommen", sagte er mit einem Augenzwinkern. Dirk Brzoskowski hatte dagegen eine kurze und knappe Begründung, warum er überhaupt nicht traf: "Zu schwer und zu steif."

In der Auszeit machte ein Bier-Stiefel die Runde

Großen Spaß hatte auch er, weil es eben nicht bierernst zur Sache ging oder sich eben doch um den Gerstensaft drehte. So nahm beispielsweise Mitorganisator Frank Alsdorf kurz nach Wiederanpfiff eine Auszeit und reichte den Lenneper Legenden ein Stiefel-Glas randvoll mit Bier, das schließlich aber auch bei den Herbeckern die Runde machte.

Einzig Lutz Petri schaute dabei ein wenig zerknirscht. Nach seinem ersten Treffer musste er auch gleich wieder raus. "Ich fürchte, ich habe mir einen Muskelfaserriss eingehandelt." Dabei wollte er seiner Tochter, die mit einem Petri-Trikot in der Halle stand und nach deren Geburt er aufgehört hatte, zeigen, dass er Handball spielen kann.

Ansonsten blickte man aber nur in glückliche Gesichter. "Das war super", zog schließlich Alsdorf ein sehr zufriedenes Fazit, bedankte sich bei der HSG Radevormwald/Herbeck als Gastgeber und schloss auch ein Rückspiel in Remscheid nicht aus.

So klang ein gelungener Nachmittag, den Jörg Stursberg gekonnt am Mikrofon moderierte, im Foyer bei Bier und Grillwürstchen aus. Dort wurde noch über den Siebenmeter, den Klaus Elle sicher verwandelte oder das 30. Tor von Oliver Sirrenberg und die tollen Paraden von Karsten Schuelzke beziehungsweise "Tibi" Jeck geplaudert. Oder über diverse Anekdoten. Wie eben bei einem Klassentreffen...

Herbeck-Tore: Burghoff (6/3), Ferner (5), Hack (4/1), Zimmermann, Hufer, Paas (je 2), Assmann, Meier (je 1).

Lennep-Tore: Menzel (9), Jacobi (4), Sirrenberg, Weber, Urspruch (je 3), Weidmann (2), Pistohl, Schmidt, Weiss, Petri, Ziaja (je 1), Elle (1/1).

Remscheider Generalanzeiger, 25.11.2013 von Peter Kuhlendahl